Ein Königreich für einen Schuster

Herbstzeit ist Wanderzeit, das ist für uns Mittelburger schon in die DNA übergegangen. Das gehört einfach zusammen, wie der berühmte Topf zum Deckel, der Käse zu den Spatzen oder Unsinnige Vorschläge zum Verkehrsminister. Das Wandervergnügen wird allerdings, ebenfalls in sich zuverlässig wiederholender Folge, von abfallenden Sohlen von Bergschuhen getrübt. Das ist auch der Grund, warum wir eine Rolle feste Klebeband als Standardausrüstung bei unseren Wanderungen dabeihaben (MacGyver lässt grüßen). Doch warum fallen diese Sohlen überhaupt ab und warum meistens im Urlaub?

Die Geschichte ähneln sich, die Wanderschuhe sind meist noch recht jungfräulich und die Überraschung des jeweiligen Schuhträgers/-trägerin ist daher groß, wenn sich plötzlich ein Teil davon verabschiedet. Durch die oft noch Fabrikneu wirkende Optik hat sich auch der Mythos gebildet, die Schuhe der Touristen werden zu wenig bewegt und daher verhärtet der Kleber. Ein für manch Einheimischen logisch erscheinender Erklärungsansatz, ein Zusammenhang zwischen Häufigkeit der Nutzung und der Haltbarkeit der Sohle ist aber eher unwahrscheinlich.

Das Neueste von der ISPO, die Klappsohle.

Das Zauberwort hier lautet, Hydrolyse, also die Spaltung einer chemischen Verbindung durch Wasser. Die Zwischensohle besteht meist aus Polyurethan, was mit der Zeit Feuchtigkeit aufnimmt und durch die Hydrolyse seine elastische Eigenschaft verliert. Das schlimme ist, das ist von außen nicht zu erkennen. Ob der Schuh nagelneu aussieht oder schon starke Gebrauchsspuren ist leider kein Indikator. Daher fällt die Sohle auch immer genau im Urlaub ab, also genau dann, wenn die Strapazen für den Schuh verglichen zum restlichen Jahr plötzlich exponentiell zunehmen. Und wie schon weiter oben erwähnt, die regelmäßige Bewegung des Schuhs hat wohl auch keinen großen Einfluss auf diesen Alterungsprozess. Viel Einflussreicher ist die Lagerung der Schuhe. Diese sollte man kühl, trocken und dunkel lagern. Einen Tag im heißen Auto sollte man also genauso vermeiden wie einen feuchten Keller. Außerdem, und jetzt wird es wieder Allgäu spezifisch, sind Kuhfladen und die darin enthaltenen Mikroorganismen der natürliche Feind der Verbindung zwischen Sohle und Schuh. Eine gründliche Reinigung nach dem Abstieg von einer Alm entlastet also nicht nur die Nase bei der Heimfahrt, sondern schont auch noch den Bergschuh.

Wir empfehlen auch immer vor größeren Touren, die Schuhe auf einer kleinen Wanderung rund um die Mittelburg probe zu laufen. Wenn es dann zu einer Schuhpanne kommen sollte, können wir unseren Shuttle Service auf Rettungsmission losschicken. Wenn die Sohle einmal abfliegen sollte, ein
Neukauf ist oft gar nicht notwendig, viele Modelle können in Fachgeschäften neu besohlt werden.

Mit Sohle, leicht bis mittelschwer erreichbar, die Aussicht vom Aggenstein. Start ca. 20 Minuten mit dem Auto vom Vitalhotel Die Mittelburg entfernt in Pfronten Steinach.

S´Fichtle

12. August 2019

Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni gehen wir (Hans Menz und Jörg Pöschl) auf über 1.300 m hoch in die Oberstdorfer Berge und schauen, wie weit die Fichten bereits ausgetrieben haben. Bergfichten sind langsam wachsend und sehr robust. In den frischen Trieben steckt die ganze Kraft des Frühlings und der Natur.

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Alpin Lodges

29. Juli 2019

Alpin Lodges – Familie Lerch eröffnet neue Ferienwohnungen in Oberjoch! Oberjoch - Eingerahmt von majestätischen Bergen und inmitten eines sonnigen Hochtals in den Allgäuer Alpen gelegen. Bei einer Wanderung über die malerischen Berghänge und Almwiesen sorgt die idyllische Ruhe dafür, dass Urlauber den Kopf frei bekommen und abschalten können. S...

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Weinliebhaber aufgepasst! Vier tolle Veranstaltungen finden im Rahmen des kulinarischen Weinsommers im Hotel Das Weitblick Allgäu in Marktoberdorf statt. Weinsommer – das sind 9 Wochen lang Weingenuss in den schönsten Locations im Allgäu und in Oberschwaben: den Lerch Genuss Unternehmen.

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Aus diesem Grund hat sich das Best Western Plus Hotel Alpenhof in Oberstdorf bei der Renovierung seiner Komfort-Einzelzimmer und Familienzimmern ganz bewusst für die Verwendung dieses im Alpenraum heimischen Naturholzes entschieden.

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