Seit 2016 bringt das Fetzwerk im Hotel Freiberg die Welt nach Oberstdorf. Angefangen hat damals alles mit kleinen Gerichten im Weckglas. Heute treffen hier Falafel auf Poke Bowl und Einheimische auf Urlauber. Geblieben sind die Lust am Ausprobieren und eine entspannte Art, gutes Essen und genießen. Das findet auch der Guide Michelin.

Nach einem Tag in den Oberstdorfer Bergen darf der Blick ruhig noch etwas weiter schweifen. Zum Beispiel Richtung Levante, Thailand oder Hawaii. Dafür braucht es im Hotel Das Freiberg nur einen Platz im Fetzwerk.
Seit 2016 gehört das Restaurant zur kulinarischen Welt der Familie Fetz. Der Name verbindet den Familiennamen mit der Idee einer Genusswerkstatt: ausprobieren, kombinieren, Neues entstehen lassen. Am Anfang kam diese Neugier vor allem im Weckglas auf den Tisch. Viele kleine Gerichte luden dazu ein, sich durch verschiedene Geschmäcker zu probieren und miteinander zu teilen. Warum sich auf ein Gericht festlegen, wenn man gemeinsam gleich mehrere entdecken kann?
In den vergangenen zehn Jahren ist die Küche über die Weckgläser hinausgewachsen. Die Karte hat sich weiterentwickelt, die Freude am Ausprobieren und Teilen ist geblieben. Heute stehen etwa hausgemachte Falafel und Poke Bowl für die internationale Küche. Letztere ist auch das Lieblingsgericht des Gastgeberpaars Neli und Ludwig Fetz: bunt, vielseitig und sowohl mit mariniertem Sashimi vom norwegischen Lachs als auch als vegane Variante sehr beliebt. Ob Fleisch, Fisch, vegetarisch oder vegan – die Karte macht Lust, über den eigenen Tellerrand hinauszuprobieren. Ganz verschwunden sind die Gläser übrigens nicht. Als „Torten im Glas“ erinnern sie beim Dessert an die Anfänge. Zum Abschluss gibt es damit nicht nur etwas Süßes, sondern auch ein kleines Stück Fetzwerk -Geschichte.
So abwechslungsreich wie die Küche ist auch das Ambiente. Viel Glas, viel Licht, unterschiedliche Stühle und eine bunte Einrichtung geben dem Fetzwerk seinen Charakter. Hier sitzen Einheimische neben Urlaubern und Hotelgästen, und aus einem kurzen Besuch wird gern ein längerer Abend.
Ein Lieblingsplatz liegt auch draußen: Die großzügige Südwestterrasse blickt auf die Wiesen des vorderen Ösch und die Oberstdorfer Berge. Dank ihrer Ausrichtung lässt sich hier auch in der kalten Jahreszeit ab mittags die Sonne genießen. Genau richtig, um nach einem Spaziergang Platz zu nehmen, etwas Gutes zu bestellen und die frische Luft noch ein wenig gegen die warme Hauswand einzutauschen.
Die Mischung aus guter Küche und ungezwungener Atmosphäre überzeugt auch den Guide Michelin: Das Fetzwerk trägt einen Bib Gourmand, der ein besonders gutes Preis- Leistungs-Verhältnis würdigt. Im Oktober 2026 stellte der Guide das Restaurant außerdem als Bib des Monats vor. An den Tischen begegnen sich Hotelgäste, Einheimische und Urlauber. Zehn Jahre nach dem Start ist die Genusswerkstatt damit genau das, was ihr Name verspricht: ein Ort, an dem Neugier mit an den Tisch gehört.