Ein Hirsch vor dem Whirlpool, ein Gockel mit königlicher Vergangenheit und ein Bett mit 180-Grad-Bergblick. Klingt ungewöhnlich? Ist es auch. In den AllgäuTopHotels lässt sich eine richtig gute Zeit zu zweit verbringen – und die persönliche Erholung gibt’s noch dazu. Wie das funktioniert, hat Journalistin Stefanie Böck in sechs AllgäuTopHotels recherchiert. Das Ergebnis: sechs ziemlich gute Gründe, gemeinsam wegzufahren – und zwischendurch eigene Wege zu gehen.

Vor der Hoteltür: kleine Läden und nette Cafés. Die Fußgängerzone von Oberstaufen. Dahinter: die prächtige Alpenkette mit etlichen Touren, Routen und Wanderwegen. Praktischer kann ein Hotel nicht liegen. „Hier ist alles nah beieinander“, sagt Hoteldirektor Christian Meyer. Aus Erfahrung weiß er: „Das ist die beste Voraussetzung für eine schöne Zeit zu zweit.“
Warum? Ganz einfach: „Wer fertig ist mit Bummeln, kann schon mal vorgehen ins Hotel. Ist ja nicht weit.“ Dort kann man in den gemütlichen Zimmern (manche mit Lese-Sitz-Fensterbank!) verweilen oder in die Sauna gehen. Er oder sie kommt nach – ganz einfach. Und vor allem: kein Stress.
Denn hier kann jeder machen, was er will. Und zwar genau so lange wie er möchte. Weil alles zu Fuß zu erreichen ist. „Gäste die Anreisen, fahren mit ihrem Auto in die Tiefgarage – und sehen es erst am Ende ihres Urlaubs wieder. Wir sind wie ein Basiscamp. Ein perfekter Ausgangsort für ganz viele Abenteuer zu zweit“, sagt Christian Meyer, der sich kurz darauf in einer Art Liebeserklärung ans Allgäu verliert.
„Wir sind wie das Ufer der Alpen. In Oberstaufen ist der Hochgrat nicht weit. Um den Alpsee oder in der schwäbischen Tiefebene kann man ganz wunderbar spazieren. Der Bregenzerwald – direkt vor der Tür! Mit Mellau… einfach wunderschön. Jeden Gipfel, den man hier sieht, kann man auch erreichen.“
Wer nicht wandern will, der nimmt die Bergbahn. Und danach? Ganz klar: Bayerischer Hof. Das Haus mit den urigen Stuben in hellem Holz und den großen Schwarz-Weiß-Fotografien aus früheren Tagen ist bekannt für seine gute Küche. In dem über dreihundert Jahre alten Gebäude, das seinen Ursprung im Käs- und Tuchhandel hat, kann man Geschichte (und richtig leckere Gerichte!) entdecken.
Kurzum: Hier schmeckt’s. Und zwar alles. Von traditionellen Kässpatzen bis zu kreativen Kompositionen. „Bei uns wird’s kulinarisch sicher nicht langweilig“, lacht Christian Meyer und erzählt von einer sehr saisonalen Küche. „Jetzt im Herbst gibt‘s Wild und Kürbis.“ Außerdem steht ein Hirsch-Burger auf der Karte. Und noch mehr ungewöhnliche Kompositionen – mal international interpretiert. Und immer schmackhaft aufbereitet.
Wer noch mehr Abwechslung braucht: Einfach raus zur Hoteltür und rein ins nächste Restaurant. Vom Fine Dining bis zum guten Italiener – Oberstaufen bietet eine überraschende Vielfalt in Sachen Kulinarik. Neben urigen Gaststätten gibt’s hier noch eine zweite Besonderheit: bekannte Bars und Lokalitäten, in denen man wunderbar tanzen kann.
Richtung Winter kommt im Allgäu eine ordentliche Portion Romantik hinzu. Im malerischen Wangen findet ein zauberhafter Weihnachtsmarkt statt, in Lindau gibt’s die Hafenweihnacht. Auch der Markt in Hindelang ist nur einen Katzensprung entfernt. „Der Spätherbst und die Wochen im Advent sind eine wunderbare Zeit, das Allgäu zu genießen.“
Schmuddelwetter? Kein Problem. Der Bayerische Hof hat erst vor Kurzem seinen gesamten Wellnessbereich renoviert. Mit Saunen und einem schnuckeligen Innenhof. Mit Schaukelliegen und knuffigen Sesseln. Mit einem modernen, stilvoll beleuchteten Schwimmbad, mit Relax-Betten zum Kuscheln, mit Whirlpool zwischen Felsen… Kurz: mit maximalem Wohlfühleffekt.
Letzter Tipp zum Schluss: Unter der Woche in der Nebensaison sind die Zimmer überraschend günstig. Da lässt sich’s länger bleiben – zu zweit.

Falls ich einschlafe, zupft sie mich am großen Zeh. Ganz sanft. „Nicht erschrecken“, sagt Trainerin Katrin Geiger so charmant, dass ich mich bemühen werde, bei ihrer „Phantasiereise“ im Pavillon des Hotels Franks wach zu bleiben. Versprochen.
Sich auf den Weg zu machen, ist schon mal ganz einfach: Augen zu und los. Der Spaziergang im Geiste führt über eine Blumenwiese an einem „sich kräuselnden“ Bach vorbei bis zum Wald. Laut Programm dauert die Meditation etwa 30 Minuten. Nach einem sonoren „tief Durchatmen“ mach ich die Augen wieder auf. Schon vorbei? Waren das echt 30 Minuten? Merkwürdig. Ich bin so entspannt wie nach zwei Stunden Wellness. Sehr angenehm.
Katrin lächelt: „Schön, nicht wahr?“ Sehr schön, finde ich. Was sicher auch an der Umgebung liegt. Vor der großen Panoramascheibe dampft der Infinity Pool unter der Herbstsonne. Links davon plätschert ein (echter!) Bach unter einer kleinen Brücke hindurch. Dahinter ragt das mächtige Nebelhorn mit den Skisprungschanzen gen blauen Himmel. Herrlich.
Und nicht das einzige Highlight im Fünf-Sterne-Hotel mitten in Oberstdorf. Das Hotel hält für Paare eine ganze Reihe individueller Lieblingsplätze bereit. Im GipfelSPA stehen zwei Onsen (40-Grad-Warmwasserbecken) auf der Dachterrasse. Wer’s ein bisschen versteckter mag, kuschelt sich ins „Wohnzimmer“. Hier soll man sich „wie zu Hause“ fühlen. Auch Gespräche sind erlaubt. Ich bin gespannt…
Sicher ist: Hier findet jeder ein Plätzchen – zu zweit oder allein. „So kann man die Lieblingsdinge des Partners unkompliziert entdecken“, sagt Anja Halbich, die das Marketing im Hotel Franks leitet und die Gäste bestens kennt. Bester Beweis: Bei der Phantasiereise hat auch ein einzelner Herr eine Matte belegt – seiner Frau zuliebe.
Wünsche erfüllen gehört bei Franks offiziell zum Tagesprogramm. Hier trifft man immer wieder und ganz automatisch auf eine authentische Herzlichkeit. An der lässigen Bar, im Restaurant und sogar auf dem Gang – auf der Suche nach dem Geheimtipp. „Entschuldigung, wissen Sie, wie ich ins Wohnzimmer komme?“, frage ich eine junge Mitarbeiterin. „Ja klar, ich bringe Sie kurz hin“, sagt sie fröhlich.
Lustig plaudernd laufen wir durch die warm beleuchteten Gänge, an frischen Ingwershots und dem atemberaubenden Indoorpool mit den gemütlichen Liegen vorbei. Auszubildende Elena kennt den Weg zu dem Geheimtipp hinter dem Whirlpool , der raffiniert in einer Art Felsenhöhle vor sich hin blubbert.
Die Tür dahinter führt direkt in die absolute Stille. Knuffige Designersofas, sanft schaukelnde Schwebeliegen und ein Regal mit richtig guten Büchern. Die Akustik: gedämpft. Die Atmosphäre: wie zu Hause.
Tief versunken in die dicken Kissen denk ich: „Ich bleib hier. Einfach für immer.“ Dabei gibt es noch mehr zu entdecken. Denn der Standort des Hotels – mitten in Oberstdorf – ist „einfach genial“, lerne ich von Elena. „Vom Biken bis zur Bergtour, vom Spazierweg bis zur Langlaufloipe, von der urigen Alm bis zum Sternerestaurant. Bei uns gibt’s alles – direkt vor der Hoteltür“, sprudelt sie vor lauter Möglichkeiten.
Auch Anja bestätigt mir später im Gespräch: „Kein anderer Ort in den Alpen bietet eine so hohe Dichte an Routen für Menschen, die Bewegung und Natur lieben.“ Ihr persönliches Draußen-Highlight? „Die Wanderung mit Familie Frank. Das ist, wie wenn man mit Freunden unterwegs ist. Da fühlt sich jeder sofort aufgehoben.“
Und bei Schmuddelwetter? Wenn sich nur einer bewegen will? „Genau dafür ist unser Programm wie gemacht. Hier findet jeder seins – und Anschluss, wenn er möchte.“ Oder er oder sie probiert einfach mal was Neues aus. Ganz locker. Phantasiereisen zum Beispiel. Prädikat für die Beziehung: absolut empfehlenswert!
Jedenfalls im Franks…

Dieses Haus ist so besonders, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll, die Geschichte zu erzählen. Vielleicht bei der Porzellandose mit Schwan auf dem Deckel im Tresor? „Die wurde König Ludwig hingestellt, wenn er auf dem Weg von Hohenschwangau nach München unterwegs war“, erzählt Michael Steinacher, Gastgeber im Landhotel Gockelwirt.
Er gehört zur sage und schreibe sechsten Generation des 120 Jahre alten Hauses. Noch älter ist die Linde davor: Sie steht da schon stattliche 400 Jahre. Darunter saß – ganz klar: König Ludwig. Von hier aus hatte er einen guten Blick auf das Königsschloss und eine besonders schöne Perspektive auf die Allgäuer Alpenkette.
In der Umgebung rund um das Landhotel in Eisenberg lässt sich aber noch mehr entdecken: Im Dorf gibt’s eine urige Familienbrauerei. Links davon eine Kapelle, mit einer berührenden Geschichte von drei schwedischen Soldaten. Direkt hinterm Haus geht’s rauf zu den zwei größten Burgruinen des Allgäus.
„Ganz früher sind die Leute mit dem Zug hierhergefahren. Die Leute sind am Hof vorbei rauf zu den Ruinen gewandert“, erzählt Michael Steinacher. Das wussten die Großeltern zu nutzen: „Beim Hinweg konnten die Leute einen Gockel bestellen. Beim Rückweg wurde er gegessen – ganz frisch zubereitet.“
So begann die Gastfreundschaft im Gockelwirt, der heute nicht nur ein ausgezeichnetes Restaurant, sondern auch ein extrem großzügig angelegtes Vier-Sterne-Landhotel ist. Gockel gibt’s freilich immer noch: von ausgewählten Kleinbauern, in höchster Qualität. Dazu servieren die Steinachers hausgemachten Kartoffelsalat. „Zubereitet mit braun geschmelzte Butter“, sagt Michael. Seine Frau Elisa schaut ihn mit großen Augen an. „Wolltest du das Geheimnis hier verraten?“, fragt sie nach. Er lächelt. „Warum nicht…?“.
„Warum nicht…?“ scheint hier Programm zu sein. Kleine Wanderung? Warum nicht… Kleine Radtour? Warum nicht… Kleiner Spaziergang zum Schloss? Warum nicht…. Hier ist alles möglich. Und wirklich außergewöhnlich gut zu kombinieren. Auch wenn der Partner nicht mitwill.
Die Entspannung entsteht in diesem Haus der Weitläufigkeit heraus. Das ursprünglich landwirtschaftliche Gut bietet Platz beim Parken, Platz für Hunde, Platz zum Verweilen im Biergarten. Hier gibt’s reichlich Raum zum Träumen, Schwitzen und Genießen. Je nach Gusto. Dazu eine Terrasse und auf Wunsch einer Tasse Cappuccino zur Traumkulisse – direkt hinter einer gemütlichen Leseecke.
Kurse, Aktivprogramm und Aktionen sucht man hier vergeblich. Stattdessen gibt’s eine Wand mit kleinen Faltblättern. Persönliche Tipps vom Team. Tom, Leopold, Franz, Elisa… alle haben ihre Lieblingstour aufgeschrieben. Dazu gibt es eine Tour zu den Seen, eine auf die Burgen, eine zu den Schlössern. Und ein Blatt für schlechtes Wetter.
„Bei uns kann man ganz in Ruhe einfach sein“, sagt Gastgeberin Elisa Steinacher. Im Geiste füge ich hinzu: Und machen was man will. Einfach herrlich. Ich würde damit in dem bezaubernden Wellnessbereich anfangen: urig-gemütliche Sitzbank, natürlicher Duft, eine schöne Sauna, Tepidarium (milder Wärmeraum aus römischer Badekultur). Dazu eine Infrarotkabine, wenn’s im Rücken zwickt. Hallenbad? Gibt’s. Ein kleineres mit sich drehendem Gockel-Logo an der Wand. Irgendwie lässig. Und wie alles in diesem Haus: Einfach ganz entspannt.
Sogar die extra breiten Gänge sind hier wohnlich eingerichtet. Es gibt eine „Maxibar“ mit gekühlten Getränken und die (wirklich spannende!) Hotelgeschichte an der Wand. Perfekt für Paare. Weil hier weder die Möglichkeiten noch der Gesprächsstoff ausgehen wird. Und wenn nur einer auf die Burg will? „Warum nicht…?“, sagt der Chef. Weil er weiß: Hier geht alles. Und das ganz entspannt.

Einmal auf den Knopf am Bett drücken – und das Naturschauspiel beginnt: Die Vorhänge gleiten zurück. Dahinter: die Allgäuer Alpen. Im Herzen: das Gefühl, einzutauchen. In die Natur. In die Bergwelt. Ins Glück.
Die neuen „NaturLodges“ der Sonnenalp stehen als fünf einzelne Häuschen am sonnigen Südhang des Resorts. Die runden, sogenannten „Lumipods“ aus Frankreich bieten zwischen 28 und 43 Quadratmetern Platz, haben helle Holzflächen, offene Räume und – besonders spektakulär – einen 180-Grad-Bergblick per Rundverglasung. Vom Bett aus!
Eintreten in eines der holzverkleideten Designerhäuschen fühlt sich an wie Rausgehen. Denn die Glasfront lässt sich vollständig in den Seitenwänden versenken und macht der klaren Bergluft Platz. Der Wohnraum öffnet sich zur Terrasse. Es ist verrückt – ein echtes Erlebnis.
Das Konzept der Resort-Erweiterung stammt von Familie Fäßler selbst. Ab 2027 ist der neue Bereich Erwachsenen vorbehalten. Die NaturLodges richten sich an Gäste, die Ruhe suchen. Die Zeit für sich haben möchten. Und die Wahl, wie der Tag verläuft. „Ohne auf den Komfort eines Fünf-Sterne-Hotels verzichten zu müssen“, sagt Sonnenalp-Direktorin Anna-Maria Fäßler.
Vom Aufwachen am Morgen bis zur Schlafenszeit schweift der Blick hier über die umliegenden Wiesen und Berge bis hinauf zu den Sternen, die in klaren Allgäuer Nächten besonders gut zu sehen sind. „Unsere NaturLodges in zwei Größen sind Rückzugsorte ohne Ablenkung“, sagt Anna-Maria Fäßler. „Sie geben Raum für Gedanken, für Gespräche, für Stille.“
Die große Glasfront gibt der Landschaft Raum. Hier trifft Ausblick auf Privatsphäre. Auf klares Design, auf Erdtöne, auf Holz, auf Leder und auf weiche Textilien. Das alles schafft ein stilvoll-gemütliches Ambiente. Nicht so urig und wuchtig wie ein Chalet – eher leicht. Edel. Angenehm reduziert.
Das Beste: Zu den fünf Lodges gehört eine Sauna (mit Blick aufs Rubihorn) und ein versteckter Infinity Relax Pool (mit Wasserfall). Exklusiv für Gäste der NaturLodges. Inklusive Bergblick. Dahinter – nur zwei Gehminuten entfernt – das Fünf-Sterne-Resort mit 20 000 Quadratmetern Wellness-Welt. Mit beheizten Außenpools, Whirlpools, Indoor- und Outdoor-Saunawelt. Dazu gibt’s ein Natur-Spa nur für Erwachsene, Beauty und sportliche Angebote.
„Alles kann, nichts muss“, sagt Anna-Maria Fäßler. Der Charme der NaturLodges beruhe genau auf diesem Gedanken. „Man ist für sich und kann trotzdem seinen Vorlieben nachgehen.“ Die NaturLodges machen es Gästen leicht, ihren Urlaub individuell zu genießen. Auch Jakob Fäßler, Hotelier in fünfter Generation der Familie Fäßler, sieht das so. Die NaturLodges seien ein perfekter Ort für Paare. „Sie sind ein ganz neues Wohngefühl – reduzierter, freier, im eigenen Rhythmus. Und trotzdem ist man Teil der Sonnenalp. Mit allen Möglichkeiten.“

Dein persönliches Lieblingserlebnis im Hotel? Sebastian Lingg schaut durch die bodentiefen Panoramafenster im Bergkristall auf die Alpenkette im Morgenlicht und überlegt mit einem Lächeln. „Nur ein Erlebnis?“, fragt er nach. „Nur eins.“ Er grübelt. Die Auswahl im Vier-Sterne-Superior-Resort ist groß. Vielleicht die Sonnenaufgangstour auf die Salmaser Höhe? Die Event-Sauna im neuen Spa-Bereich? Die feine Bergkristall-Kulinarik? Jetzt hat er’s: „Ich würde mich in den Infinity-Whirlpool setzen.“
Gute Wahl: 36 Grad warmes Wasser, leises Blubbern. Der Blick: absolut einzigartig! Hier schaut man über das Tal auf die Allgäuer Alpenkette. Und gleichzeitig ins Hirschgehege. Hirschgehege? „Ja, genau. Wir haben ein Wildgehege, das an den Wellnessbereich grenzt.“
Die majestätischen Tiere gehören zum Haus, genau wie die herzliche Gastgeberfamilie Lingg. Hirsch hautnah … pardon … fellnah beim Wellness mit dabei. Extrem ungewöhnlich – und einfach zauberhaft!
Im Bergkristall sind über 80 Prozent der Gäste zu zweit unterwegs. Paare buchen das Hotel für eine ganz besondere Zeit. Das Geheimnis: „Genug Raum für jeden Einzelnen“, ist sich Sebastian Lingg sicher. Gerade wenn der Aufenthalt ein bisschen länger dauert, trage das enorm zur Erholung bei.
„Ab der vierten Nacht setzt ein deutlich größerer Erholungseffekt ein“, erzählt der Gastgeber. Der Grund: „Dann gehen Paare auch den Dingen nach, die ihnen wirklich guttun.“ Der eine möchte morgens auf den Berg. Der andere lieber noch liegen bleiben. Der eine braucht Bewegung, der andere Entspannung im Spa.
„Manche Paare freuen sich auf die geführte Sonnenaufgangstour auf die Salmaser Höhe“, erzählt Sebastian. „Andere gehen vom Parkhaus direkt in die Seesuite und bleiben tagelang ganz für sich.“ Wer die Unterkunft einmal gesehen hat, weiß auch, warum: Die Suiten direkt am Bergsee haben einen eigenen Zugang zum Wasser und eine private Sauna auf der Terrasse.
Im Sommer glitzert der See, im Winter funkelt der Schnee. Besonders reizvoll wird’s in der kalten Jahreszeit: „Nach der Sauna können Gäste hier ganz privat Eisbaden.“ Ein Trend, der nicht nur junge Leute begeistert. Genau wie ein gutes Fitnesstraining.
Deshalb hat das Bergkristall im vergangenen Jahr in einen 190 Quadratmeter großen Fitnessbereich auf zwei Etagen investiert. Hier stehen unter anderem die intelligenten Kraftgeräte von EGYM, die sich auf den Fitnessstand der Trainierenden einstellen. Nach eigenen Angaben war das Bergkristall das erste Hotel in Deutschland mit diesem System. Wer bereits mit EGYM trainiert, kann unter passenden technischen Voraussetzungen sogar an sein gewohntes Training anknüpfen. Dazu schaut Personal Trainer Tobi den Gästen beim Training genau auf die Finger. Seine individuellen Tipps nehmen manche noch mit nach Hause.
Wer sich ausgepowert hat, entspannt sich gern. Dafür bietet das Hotel etliche kuschelige Nischen. Auch im neuen Spa-Bereich gibt es zahlreiche abgeschirmte Ruheinseln, in denen man ganz für sich sein kann.
In den neuen Bergsuiten wird die Verbindung von Bewegung und Erholung besonders deutlich: Großzügige Zimmer mit eigener Recovery-Ausstattung bieten Platz für Training und Regeneration. Dazu kommen private Rückzugsmöglichkeiten und die vielen Angebote im Spa. Wer nach dem Training lieber genießen möchte, findet im Bergkristall auch dafür reichlich Gelegenheit.
Wer noch etwas Besonderes vorhat, kann einen „Bergkristall Moment“ buchen. Dann wartet etwa ein liebevoll gepackter Picknickkorb für eine Auszeit in der Natur. Oder die kleine Waldhütte wird zum privaten Candle-Light-Dinner hergerichtet.
Individuelle Erlebnisse in einer besonderen Zeit zu zweit. Für Sebastian Lingg, der das Bergkristall in dritter Generation mitführt, liegt genau darin das Geheimnis. „Wer nach sich schaut, sich spürt und zufrieden ist, ist auch liebevoll zu seiner Begleitung“, ist er überzeugt. Vielleicht muss man also gar nicht immer alles gemeinsam machen, um eine richtig gute Zeit miteinander zu verbringen.

Draußen: Satter Nieselregen. Drinnen alles andere: wohliges Kaminfeuer, warmes Holz, freundlicher Barkeeper und ein Team an der Rezeption, das aussieht, als hätte es nur auf mich gewartet. „Frau Böck?“ – „Ja, genau!“ – „Schön, dass Sie da sind. Die stellvertretende Hoteldirektorin Nadine Lämmermeyer ist auf dem Weg.“ Echte Gastfreundschaft ab der ersten Sekunde. Ich bin beeindruckt.
Wartend schlendernd entdecke ich eine große Tafel mit sympathisch frischen Produkten. Alles regional hier. Man kennt die Lieferanten. Die Äpfel sind mit einem herzlichen „Griaß Di“ dekoriert. In der Kaminecke sitzt eine junge Mutter. Ihr winziges Baby liegt tiefenentspannt über ihrer Schulter. Und lächelt mich an. Sehr harmonisch – mir wird warm ums Herz.
Vielleicht ist der Vater dazu gerade im Gym? Oder beim Wandern? Beim Rundgang durchs Haus mit Frau Lämmermeyer wird sofort klar: Im Panoramahotel Oberjoch findet jeder, was er braucht, um sich optimal zu erholen. „Spätestens bei unserer Kulinarik kommen die Menschen wieder zusammen.“
Und das in maximal stilvoller Atmosphäre: Das neu gestaltete Restaurant wirkt wie ein privates Wohnzimmer. Mit Teppichboden und Sitzbögen, überall Gold- und Cremetöne, dazu tiefhängende Lampenschirme. Edel und trotzdem gemütlich. Genauso geht es im weitläufigen, wohlproportionierten Alpin-SPA weiter. „Hier kann man seine Anwendung auch zu zweit genießen“, sagt Nadine Lämmermeyer an der Tür zum Raum für die Paarmassagen.
In den Zimmern selbst sorgen besondere Pakete für Herzklopfen: vom Sekt bis zu den Rosenblättern unterstützt das Hotelteam die zweit zu zweit. Wer noch eins draufsetzen will, bucht die SPA Suite auf zwei Etagen. Mit eigener Sauna und Whirlwanne auf der Empore und richtig viel Platz.
„Viele Paare oder auch Freundinnen kommen zu uns, um ein paar Tage miteinander zu verbringen“, erzählt Nadine Lämmermeyer. Wer ein bisschen länger bleibt, möchte aber immer auch seinen eigenen Bedürfnissen nachgehen. Im Panorama Hotel geht das wie von selbst – und praktisch parallel.
Während sie auf Tour geht (von der rauschenden Tobelwanderung bis zum Klettersteig am Iseler für Geübte), kann er in 3.000 Quadratmeter SPA abtauchen. Oder umgekehrt. Hier gibt’s für jeden Höhen- und Hitze-Level das passende Angebot. Die fünf Ruheräume (einer davon mit Kamin!) zwischen den Saunen bieten viel Platz. Der Infinity-Pool den passenden Blick dazu. Innen- und Außenbecken haben mit 31 Grad eine Temperatur zum Direkt-Reinlaufen. Das Wasser fühlt sich an wie eine warme Umarmung.
Wer mehr Zweisamkeit und Romanik ohne Publikum braucht, bucht eines der 13 Alpin Chalets rund um den gepflegten Badeteich. 65 oder 95 Quadratmeter bieten urige Atmosphäre mit Kamin, eigener Sauna und „Zuber für zwei“ auf der Terrasse. Hier kann man selbst kochen oder sich vom Hotel verwöhnen lassen.
Die ¾-Genusspension bietet vom Frühstück bis zum sechsgängigen Abendmenü reichlich Auswahl, auch vegan. Und wer Lust auf ein kleines Feuerwerk am Tisch hat, reserviert im Chaletrestaurant 1200 NN den „Liquid Grill“. Jeder sucht sich sein Grillgut aus, dann wird die Metallschale auf dem Brettchen mit Alkohol befeuert. Flämmchen an, los geht's. Die Beilagen kommen aus der Küche.
Überhaupt kann man sich hier herrlich unterschiedlich beschäftigen. Mit dem urigen Hans auf eine unterhaltsame Gruppenwanderung gehen, beim Yoga mit Daniela zur Ruhe kommen, beim Spinning mit Basti richtig Gas geben. Im Winter liegt der Einstieg ins Skigebiet hinterm Haus . Genauer: nur eine Gehminute weit weg bis zum Lift. Skischuhe an und los. „Das geht auch kurz, falls der Partner nicht Ski fährt“, sagt Nadine Lämmermeyer.
Alternativprogramm? HydraFacial. Die apparative Gesichtsbehandlung reinigt und versorgt die Haut mit einer Extraportion Feuchtigkeit. Kleine Fältchen wirken danach tatsächlich glatter, der Teint frischer. Ein bisschen Zeit nur für sich. Muss auch sein.
Das Beste daran? Im Panoramahotel Oberjoch muss man sich morgens nicht auf dasselbe Programm einigen. Hier trifft man sich gut gelaunt wieder. Vielleicht im warmen Pool, bei dem die Liegen einen QR Code haben, über den man sich einen Sprizz bestellen kann. Oder vor dem Kamin am warmen Feuer. Warm ums Herz wird es hier auf alle Fälle.